Raffael Madonna Leo X

MadonnaLeoXDas Ölgemälde „La Belle Jardinière“ aus dem Jahr 1531 wird fast einmütig als echter Raffael anerkannt. Im Gegensatz zu diesem Bild, das seit 1793 prominent im Louvre in Paris hängt, ist die Zuordnung des Werks „Madonna Leo X.“ umstritten, ob es ebenfalls aus der Hand des grossen italienischen Renaissancemalers stammt. Der Zürcher Jurist und Kinounternehmer Hanspeter M. Sigg hat die beiden Bilder sowie die nach ihnen geschaffenen zeitgenössischen Kopien akribisch miteinander verglichen und ein aufschlussreiches Buch darüber verfasst.

Das Resultat der Untersuchung kommt einer Sensation gleich. Sigg ist überzeugt, dass die Personengruppe der „Madonna Leo X.“ auf demselben Vorlagekarton basieren dürfte, den Raffael schon für die „La Belle Jardinière“ verwendet hat. Im vorliegenden Werk werden die Hypothesen der Entstehung der beiden Bilder ausführlich dargestellt und dokumentiert.

Die Ergebnisse aus der Arbeit von Sigg kommen einem eigentlichen Durchbruch gleich, nachdem bereits früher verschiedene kunsthistorische und maltechnische Studien zum Bild verfasst worden sind und der „Madonna Leo X.“ einen hohen Rang eingeräumt haben.

Das Bild „Madonna Leo X.“ gehört in fünfter Generation der Besitzerfamilie. Es wurde 1866 vom Winterthurer Grosskaufmann Jakob Weiss-Sulzer an einer Auktion in Wien erworben. Das Buch enthält auch eine Biographie über ihn. Es ist der grosse Wunsch der Besitzerfamilie, dass das Bild die ihm zustehende kunsthistorische Würdigung erhält und einen gebührenden Platz in einem der grossen Museen der Welt.

Das Buch „Raffael, Madonna Leo X., La Belle Jardinière und ihre Nachbildungen“ umfasst 120 Seiten und ist äusserst reich bebildert.